Die teuersten Gewürze der Welt: "Safran" und "Vanille"

Fragt man einen Hobbykoch nach dem  teuersten Gewürz, kommt meist spontan die Anwtort "Safran". Doch auch die Vanille ist nicht ohne: Die Orchideen-Schote gilt als die "Königin der Gewürze".


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Fotograf: User:Rainer Zenz.

Safran - eine Krokus-Art

Safran ist eine Krokusart, die im Herbst violett blüht. Das gleichnamige Gewürz wird aus den Blütenstempeln gewonnen, was jedem Laien schnell klar macht, weshalb es so selten und damit auch recht teuer ist. Die Preisunterschiede beim Safran kommen zum einen durch die Qualität, aber auch durch die Lohnkosten der sehr aufwändigen Ernte zustande. Für ein Kilogramm Safran benötigt man bis zu 200.000 Blüten. Ursprünglich stammt Safran aus der Ägais und Kreta. Heute wird Safran im Iran, Kasmir und dem Mittelmeerraum angebaut.

Geschmack von Safran

Safran schmeckt pur bitter-herb-scharf und verbreitet in gekochten Speisen einen sehr typischen Duft. Er färbt das Essen intensiv gold-gelb. Er sollte nur in kleinen Mengen genossen werden, da bereits ab etwa 5g Vergiftungserscheinungen auftreten. Ferner sollten Schwangere Safran in größeren Mengen unbedingt meiden. Andererseits sagt man dem Krokus-Gewürz aphrodisierende Eigenschaften nach.

Neben dem Herkunftsland ist die Qualität ein entscheidender Aspekt für Safran. Es gibt Safran in BIO-Qualität, allerdings muss man sich hier vor BIO-Siegel-Fälschungen in acht nehmen. Tatsächlich gibt es zum Safran sogar eine Norm zur Qualität: ISO-3632-2


Vanille-Schoten
Bildquelle: B.navez (Photo : B.navez)
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Vanille: Königin der Gewürze

Die Gewürzvanille stammt aus Mittelamerika und Mexico, wird aber heute überwiegend auf Madagaskar Réunion (früher Íle Bourbon) angebaut.

Als Tourist in der Karibik, beispielsweise in der Dominikanischen Republik, bekommt man oft auch dort heimische Vanillesrten angeboten. Diese schmecken oft etwas intensiver und blumiger - ein sicherer Hinweis, dass nicht bzw. nicht nur die Gewürzvanille verarbeitet wurde. Ingesammt sind 110 Arten an Vanilla bekannt, von denen 15 zur Gewürzgewinnung geeignet sind. In Europa ist dioe sogenannte Bourbon-Vanille besonders beliebt, wohingegen Amerikaner die mexikanischen Arten bevorzugen. In Europa erält man Vanille als Schoten, Pulver oder mit Zucker vermengt ("Vanillin-Zucker"). Auf dem amerikanischen Markt typisch ist hingegen eine mit Alkohol gelöste Form, die man in Flaschen abfüllt. Vanilin kann heute auch biotechnisch kostengünstig hergestellt werden, weshalb man die Vanille nicht mehr als extrem teures Gewürz wahrnimmt.

Auch der Vanille sagt man eine aphrodisierende Wirkung nach. Dazu soll sie beruhigend sowie kräftigend auf Körper und Geist wirken. 

Quellen:

 

Über den Autor:Peter Dreuw