Die japanische Küche

Fisch und Fleisch in der japanischen Küche

Japaner essen sehr viel Fisch. Das wird schon deutlich, wenn man einmal ein japanisches Restaurant besucht. Aber auch Fleisch nimmt einen wichtigen Stellenwert in der japanischen Küche ein. Einige Besonderheiten, die dem traditionsbewussten Europäer nie auf den Tisch kommen würden, werden in Japan ebenso verspeist. Ein paar Beispiele dafür wollen wir an dieser Stelle kurz aufführen.

Frische Zutaten sind entscheidend

Gerade bei Fisch ist natürlich die Frische entscheidend und darauf legen auch die Japaner größten Wert. Da sich frische Zutaten mitunter nur schwierig schneiden lassen, ist es notwendig, extrem scharfe Messer zur Hand zu haben und für genau diese ist Japan ja bekannt. Nicht zuletzt aufgrund der Vorlieben bezüglich des Speiseplans sind japanische Kochmesser mit dem extrem hohen Härtegrad und der teils mörderischen Schärfe entstanden. Sie gleiten selbst durch schwierigstes Schnittgut, wie durch ein Stück weiche Butter und erleichtern den Köchen die Arbeit deutlich.

Gerade die oftmals hochwertigen Zutaten, wie Fisch und Rindfleisch, werden mit einem japanischen Kochmesser extrem gut geschnitten. Sie reißen nicht aus, es bilden sich keine unschönen Fransen, sondern vielmehr erfolgen exakte und gerade Schnitte, die auf die hohe Schnitthaltigkeit und Schärfe japanischer Messer zurückzuführen sind.

Fleisch in der japanischen Küche

Das wichtigste Fleisch in der japanischen Küche stammt vom Rind. Es sieht nicht nur völlig anders aus, als europäisches Rindfleisch, sondern unterscheidet sich auch hinsichtlich Geschmack und Preis sehr deutlich davon. Weltweit gilt japanisches Rindfleisch als das feinste seiner Art, was den hohen Preis durchaus rechtfertigt. Daneben kommen genauso Schwein, Huhn, Ente, Pferd, Wildschwein oder Reh auf den Tisch.

Sehr selten sind auch exotische Tierchen auf dem Speiseplan der Japaner zu finden, wie marinierte Heuschrecken oder Seidenraupen. Sie gelten aber selbst in Japan als exotisch und werden deshalb nur wenig konsumiert.

Ungewöhnliche Meeresfrüchte in Japan

In Nordjapan wird sehr gerne die Seescheide verspeist, die in Essig eingelegt wird. Der Anblick dieser Tierchen ist für den Europäer alles andere als appetitlich, dennoch kann sich der Geschmack sehen lassen. Sehr, sehr junge Aale, die eher kleinen farblosen Bändern mit schwarzen Punkten, also den Augen, gleichen, sind ebenfalls eine Delikatesse in Japan. Sie werden gerne zu Sushi verarbeitet.

Die Seegurke, deren Geschmack sehr gewöhnungsbedürftig ist, und der Seeigel, der sehr lecker, aber auch teuer ist, sind weitere Highlights der japanischen Küche. Krabbenhirn und Algenpapier, Kugelfisch und Bonitofisch stellen weitere ungewöhnliche Nahrungsmittel dar. Der Bonitofisch wird geraspelt, gehobelt und sehr fein gerieben. Der giftige Kugelfisch ist eine der Delikatessen schlechthin, allerdings muss er unbedingt richtig zubereitet werden. Die Giftblase muss korrekt entfernt werden, was nur mit einem der sehr scharfen japanischen Kochmesser gelingen wird. Andernfalls könnten die Gäste eines Restaurants an dessen Verzehr sterben.