Rezept für Hunsrücker Aschebraten

Einführung:

Der Hunsrücker Aschenbraten ist ein Gericht aus einer Region, die es ihren Bewohnern nicht einfach machte. Die rauen Höhen und Tiefen ließen nur ungern die Menschen neuen Ackerboden erschließen. Von daher war ihre Küche einfach, schlicht, aber energiegeladen und stärkend. Doch genau dieses schnörkellose „ran an die Sache“ übt einen besonderen Reiz aus. Von daher ist der Aschebraten hervorragend für Feiern im Freien und Grillfeste geeignet.

Vorbereitung des Hunsrücker Aschenbratens:

Das Fleisch wird - wie der Name sagt - traditionell in der Asche der schon stark ausgebrannten Glut zusammen mit Kräuter- und Aromatenbeigabe in Aluminiumfolie gegart. Dazu wird ein Spießbraten von ca. 2 bis 2,5 kg mit etwas Salz und Pfeffer eingerieben. Da das Braten sehr lange dauert, muss darauf geachtet werden, dass trotzdem genug Brennstoff in der Glut vorhanden ist. Denn die Gardauer beträgt insgesamt ca. 2 Stunden.
Um ein äußerliches Verkohlen und Anbacken des Bratens an der Folie zu vermeiden, muss das Fleisch auch besonders dick eingewickelt werden. Außerdem muss die Folie fest gewickelt werden, um das Saftaustreten in Grenzen zu halten. Zum Aromatisieren eignet sich Knoblauch, Stangensellerie, und eventuell Gemüsebeilagen (mehr dazu im dementsprechenden Abschnitt). Als Kräuter eignen sich Rosmarin bzw. Kräutermischung der Provence.

Das Braten in der Glut:

Ist der Wickel angefertigt, wird das Paket einfach mittig in die Glut gelegt, nachdem diese etwas auseinander geschoben wurde - sodass für den Braten eine passende Kuhle entsteht - und der Braten komplett mit einer großzügigen Schicht Glut und Asche zugedeckt. Dadurch haben wir eine komplette Rundum-Hitze, die ein gleichmäßiges Garen gewährleistet.
Die Gardauer beträgt insgesamt ca. 2 Stunden und verlangt keine besondere Überwachung und Einflussnahme des Grill-Meisters, nachdem alles in Gang gesetzt ist.
Alternativ kann das Garen natürlich auch - nicht ganz stilecht und originalgetreu - im konventionellen Backofen erfolgen. Dazu wird die Röhre auf 250° C gebracht (Thermostat 7 für Gasöfen) und der Hunsrücker Aschenbraten Bratenwickel 2 Stunden lang gebacken.

Die passende Begleitung zum Hunsrücker Aschenbraten:

Zu diesem zarten Braten passen besonders gut die typischen Grillsalate - wie grüner Salat, Mischsalat, Kartoffel- und Nudelsalat, (Kräuterbutter-) Baguette, oder in der Folie gleichzeitig mitgegarte Kartoffeln. Letztere werden dann natürlich besonders zart und zur aromatischen Bombe des Gartentischs. Auch grob geschnittene Möhrenscheiben, Zwiebeln, und sogar Lauch passt hervorragend zu diesem Braten und kann gleich zu Anfang mit in den Wickel. Speziell die Zwiebel zergeht dann regelrecht auf der Zunge. Auch Nudeln oder Spätzle eignen sich hervorragend - zusammen mit einer netten Bratensoße - als Begleitung für den Hunsrücker Aschenbraten und werden für eine begeisterte „Kundschaft“ sorgen.

Videos zum Thema Aschebraten:

Über den Autor:Peter Dreuw