Sommersalat mit Joghurt-Dressing

Kleiner Salat mit Lemonen

Draußen wird es wärmer, die Sonne scheint, die Äpfelbäume blühen, alles erwacht zu Leben und langsam wächst auch der Salat im Frühbeet des Gartens. Bei seinem Anblick bekomme ich richtig Lust auf einen herrlichen Sommersalat.

Da kommt mir das Salatrezept meiner Mutter in den Sinn. Frischer Blattsalat, Gurken, Schnittlauch, Tomaten und Eier und eben dieses ausgesprochen ausgezeichnete Jogurt-Dressing:

Sie hat nie ein Geheimnis um die Zutaten gemacht und trotzdem war er immer ein Gedicht. Ein Sommergedicht! Das Geheimnis des Salats liegt in seiner Zubereitung, wie mir Mam mal erklärt hat, und in den Kleinigkeiten, die für ein unvergessliches Geschmackserlebnis sorgen.

So sollte der Salat immer frisch geschnitten und dann unter Leitungswasser gewaschen werden. Bei den Gurken ist das Besondere, dass man ruhig schon die etwas kleineren Gurken ernten sollte. Diese haben einen anderen, vielleicht etwas frischeren Geschmack. Die Tomaten sollten auch noch nicht überreif sein. Die Eier stammen von Hühnern aus dem Hinterhof, der gleich neben dem Garten liegt. Sie picken meist an den Salatblättern, die nicht für einen Salat geeignet sind. Vielleicht haben die Eier deshalb solch ein frisches Aroma.

Hat man alles kleingeschnitten in einer Schüssel gegeben, kommen Zucker und Zitronensaft darüber. Sie wundern Sich? Ich war auch erst überrascht, als Mam dies sagte, aber zusammen mit dem Jogurtdressung, das mit Petersilie und Pfeffer abgeschmeckt wird, entsteht ein wundervolles Geschmackserlebnis.

Serviert wird der Sommersalat in kleinen Schälchen, einem Obstsalat ähnlich. Dabei versinkt der Salat vollends unter einer weißen Decke aus Dressing. Dann wird der Sommersalat mit Schnittlauch garniert und fertig sind Gedicht und Geschmackserlebnis.

Ich blicke auf die kleinen Salatpflanzen im Frühbeet. Sie werden wohl noch ein bisschen brauchen. Und die Tomaten erst. Es wird Spätsommer, bis an den grünen Stengeln einmal rote Früchte hängen. Und dabei läuft mir schon so das Wasser im Mund zusammen. Ich meine, ich kann diese Mischung aus Zitrone und Jogurt, dieses Verlaufen von Frische und Freundlichkeit auf meiner Zunge geradezu schmecken. Der Sommersalat hat mich gepackt. Ich habe ihn schon gemocht, als Mam ihn machte. Jetzt setze ich mich ins Auto und fahre zum nächsten Bio-Markt. Ich kann es kaum erwarten bis ich die Zutaten beisammen haben. Als ich nach Hause komme, steht Mam´s Auto in der Einfahrt. Neugierig steige ich aus. "Mam, was machst du hier?"

Sie hält eine Schüssel in der Hand: "Ich habe gedacht, ich bring dir einmal einen Sommersalat vorbei, damit du nicht verhungerst." Ganz die Mutter eben. Ich grinse. Vielleicht liegt auch hier das Geheimnis des Sommersalats.

Hier noch ein weiteres Rezept für Sommersalat.
 

Ich wünsche guten Appetit!

Über den Autor:Peter Dreuw

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