Welchen Typ Kaffemaschine braucht man?

Die Kaffeemaschine gehörte seit Beginn des Wirtschaftswunders zu den Geräten eines durchschnittlichen Haushaltes. In den letzten 10 Jahren entwickelte sie jedoch dazu einen Hang zum Statussymbol. Wir könnten fast sagen, die Nation ist in drei Teile aufgeteilt: Zum einen die Besitzer normaler Kaffeemaschinen, auf der anderen Seite der Verfechter der Kaffee-Vollautomaten. Im Zentrum positioniert sich die größer werdende Gemeinschaft der Kaffee-Pad-Maschinenbetreiber.

 

Das erstgenannte Lager, die Verfechter herkömmlicher Filtermaschinen, ist ganz klar noch eine der zahlreichsten. Diese Technik wird allen wohl klar sein. Es entspricht noch eher dem Kaffeekochen aus Vorkriegszeiten. Die gemahlenen Kaffeebohnen werden in einen Filter - meist ein Papierfilter - gefüllt und mit kochendem Kaffeewasser übergossen. Gute Kaffeemaschinen haben einen eigenen Tank , welcher für in der Regel sechs oder mehr Tassen Kaffee ausreichend ist. Bei einer normalen Kaffeemaschine wird das Wasser in einem Durchlauferhitzer erhitzt und in den Filter Kaffeefilter gepumpt. Dieser Pumpvorgang ist im Filter mit dem KaffeepulverKaffeefilter drucklos.Viele Kaffeemaschinen kommen ohne mechanische Pumpe aus und nutzen den ebenfalls entstehenden Wasserdampf zur Förderung. Der Solch eine Zubereitung für 12 Tassen Kaffee dauert etwa 5-20 min. Es gibt jedoch auch Kaffeemaschinen für die Gastronomie in ähnlich konstruierter Technik, die nach dem üblichen Aufheizen auch eine ganze Kanne mit 18 Tassen Kaffee in unter 5 Minuten aufkochen. Solche gewerblichen Kaffeemaschinen haben keine Pumpe . Sie verwenden einen Wassertank oberhalb des Kaffeefilters, in welchem bereits eine Ladung heißes Wasser gespeichert ist. Füllt man kaltes Kaffeewasser in diese Kaffeemaschine, verdrängt das kalte Wasser das heiße Wasser aus dem Speicher und wird in diesem erhitzt werden. Das aufsteigende kochende Kaffeewasser wiederum läuft in den Filter und produziert so neuen Kaffee. Bei diesen professionellen Kaffeemaschinen kommen häufig aus Papier gefertigte Korbfilter zum Einsatz. Selbst wenn diese Kaffeemaschinen in der Gastronomie viel zügiger funktionieren, als alle Haushaltsgeräte, entspricht die Kaffeequalität einer hochwertigen normalen Kaffeemaschine. Nachteile dieser Gastro-Kaffeemaschinen sind der deutlich erhöht Energieverbrauch, der Reinigungsaufwand, die Möglichkeit, sich zu verbrühen sowie die ziemlich lange Aufzeizphase. Benötigt man nur eine Kanne , dauert der komplette Vorgang zum Erstellen dieser Kanne mit so einer Gastronomiemaschine ebenso lange oder sogar noch länger, als mit einer gleich großen Kaffeemaschine für den Haushalt.

Nachteil dieses Maschinen-Systems ist, dass der Anwender gemahlenen Kaffee lagern muss. Bereits gemahlener Kaffee verliert schnell sein Aroma. Aus diesem Grund lohnt sich diese Art Kaffeemaschinen erst ab einer bestimmten Menge Kaffee, der getrunken wird.

 

Bei den heutzutage mehr und mehr moderner werdenden Kaffeevollautomaten handelt es sich um sehr komplexe Maschinen. Diese spalten sich in diverse Konstruktionsbereiche: Es gibt beispielsweise Lager für Wasser, Kaffeebohnen, möglicherweise frische Milch oder Sahne und den Tank für altes Kaffee-Pulver. Weiterhin nutzen die Kaffeeautomaten eine automatisch beschickte Kaffeemühle, eine Brühgruppe, einen druckfesten Heißwasserbereiter und gegebenenfalls noch einen Milchkocher.

 

Die Automaten erzeugen quasi auf Kommando eine einzelne Tasse oder einen Becher Kaffee. Beinahe alle Automaten benötigen eine recht kurze Anwärmphase und erlauben es so genauso aus dem ausgeschalteten Zustand heraus schnell für heißen Kaffee sorgen. Die Anwärmphase auf der einen Seite und die Aufnahme elektrischer Leistung im sog. Hot-Standby andererseits muss man beim Kaufentschluss mit bedenken. Ferner ist es hilfreich, sich über dieses Modell vor dem Zuschlag ausführlich im Internet zu recherchieren. Über die verbreiteten Modelle finden sich in verschiedenen Foren sowie in Testberichten und Vergleichen ausführliche Beiträge zum täglichen Gebrauch solcher Maschinen. Ebenfalls sollten Sie besonders in diesem Preisbereich über die anzunehmende MTBF informieren. Vorteil dieser Maschien ist der individuell einstellbare Kaffee-Genuss. Sie können die Kaffee-Parameter solcher Automaten beeinflussen und so das für den Nutzer optimale Kaffee-Erlebnis bereiten. Auch ist es mit diesen Kaffeemaschinen möglich, die benötigte Füllmenge dem genutzten Geschirr anzupassen.

 

Einen angehemen Kompromiss zwischen der klassischen Brühmaschine und einem Kaffeevollautomaten stellen Pad-Kaffee dar. Pad-Maschinen lassen sich zwar nicht so fein abstimmen wie ein Kaffee-Vollautomat, aber kann man mit Auswahl der richtigen Kaffee-Sorte leicht Stärke, Crema und Aroma des gebrühten Kaffees anpassen. Auch bieten sich Kaffee-Pad-Maschinen für das Kochen einer einzelnen Tasse Kaffee an. Der dort eingebaute Wasserboiler ist meistens klein, sodas die Anwärmzeit wirklich wenig zeit benötigt. Mit diesen Maschinen kann man bereits kurz nach dem Einschalten eine Tasse oder einen Becher Kaffee trinken. Ein Nachteil dieser Technologie ist, dass man einerseits von den am Markt verfügbaren Kaffee-Pads abhängig ist, zum anderen es arbeistintensiv ist, innerhalb kurzer zeit eine größere Menge Tassen Kaffee zu kochen. Im Gegensatz zu einer klassischen Kaffeemaschine ist zum einen der Tank meistens sehr klein, auf der anderen Seite muss für jeweils höchstens zwei Tassen oder einen Becher Kaffee der Nutzer Hand anlegen. Möchte man also einen Geburtstagskaffee mit einer Pad-Maschine versorgen, wird faktisch jemand in der Nähe der Maschine stehen bleiben. Auch ist zu bedenken, dass Kaffeepads relativ teuer sind. Ein positiver Aspekt ist, dass es Kaffee-Pads auch in kleinen Packungsgrößen bis hin zum einzelnen verpackten Kaffee-Pad gibt. Das Problem normaler Maschinen, dass man ein Paket Kaffee aufmachen muss, um zwei Tassen aufzubrühen, gibt es so nicht.

Über den Autor:Peter Dreuw