Insalata di patate con tonno: Kartoffelsalat mit Thunfisch, Essig, Öl und Zwiebeln

Bei der momentanen Wärme habe ich nicht wirklich das Verlangen nach warmer Kost - was wahrscheinlich vielen so geht. Da es selbst am Abend nicht wirklich abkühlt, fällt auch das Grillvergnügen knapp aus. Daher widme ich mich derzeit der Zubereitung von Salaten.

In diesem Artikel möchte ich einen Salat vorstellen, den wir vor gut 15 Jahren immer wieder bei unserem damaligen Lieblingsitaliener bekommen haben:

Insalata di patate con tonno: Kartoffelsalat mit Thunfisch, Essig, Öl und Zwiebel

In seiner Karte tauchte er damals auch als „Insalata america“ auf, was aber wohl die übliche Fantasiebezeichnung sein dürfte. Das Rezept, das wir uns seit Langem erarbeitet haben, ist recht einfach und schnell zuzubereiten. Man braucht allerdings etwas Vorlauf, denn die Kartoffeln müssen vollständig auskühlen, bevor sie weiterverarbeitet werden können.

Ihr braucht dazu:

  • 800g Kartoffeln, festkochend

  • 3 Dosen Thunfisch in Öl

  • 2 mittelgroße rote Zwiebel

  • Pfeffer, Salz, Essig und Öl

  • Schnittlauch, Petersilie, Knoblauch

 

Die Kartoffeln werden geschält, in kleine Stücke geschnitten und mit etwas Salz gekocht. Im Gegensatz zum meinem Rezept mit dem „Warmen Kartoffelsalat“ werden die Kartoffel auf keinen Fall in Brühe gekocht, da dies den Kartoffeln später zu viel Eigengeschmack verleiht, was hier nicht passt. Ebenfalls sollten sie auf keinen Fall zu lange gekocht werden, da sie beim Auskühlen noch etwas weicher werden. Ich beende den Kochvorgang gerne schon, kurz bevor sie gut sind. Ich spare mir aber dafür ein Abschrecken mit kaltem Wasser, was manche gerne machen. Meiner Meinung nach bringt das nichts.
Zum Auskühlen gebe ich die Kartoffelstücke in ein Sieb und decke dieses mit einem Tuch bzw. Papier von der Küchenrolle ab. Hier ist Geduld gefragt, denn Kühlgeräte bringen bei Kartoffeln gerne unerwünschte Nebeneffekte. So werden Gebläse (Kühlhaus, Klimaanlage etc.) die Oberfläche austrocknen und zäh machen. In einem normalen Kühlschrank hingegen nehmen frisch gekochte Kartoffelstücke gerne den Geschmack der mit dort gelagerten Speisen an.


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Wenn die Kartoffeln ausgekühlt sind, kann es weitergehen. Die beiden Zwiebel werden geschält und in schmale aber nicht zu kleine Streifen geschnitten. Wir geben anschließend die Zwiebel sowie den Thunfisch in eine große Schüssel. Wer das „mitgelieferte“ Öl aus der Thunfischdose nicht verwenden mag, kann dies auch abschütten und mit anderem auffüllen. Ich verwende das „Thunfischdosenöl“ gerne weiter, da dies den Geschmack bereits angenommen hat und so den Thunfisch noch etwas stützt.

Das Ganze wird nun mit einem Esslöffel Olivenöl sowie rund 8-10 Esslöffel hellem Balsamico-Essig, Weinessig oder hellem Kräuteressig angerührt. Dabei sollen sich Thunfisch und Zwiebel gut verteilen. Wir geben Schnittlauch und Petersilie hinzu und würzen die Mischung mit etwas Knoblauch, Salz und Pfeffer. Wer hat, kann auch grob gemahlenen schwarzen oder grünen Pfeffer nutzen. Knoblauch kann auch getrocknetes Granulat sein. Ich bevorzuge hier den getrockneten, gehackten Knoblauch oder eben frisch selbst gehackt.

Anschließend geben wir die Kartoffel mit in die Schüssel und rühren diese vorsichtig unter. Dabei sollten die Kartoffeln nicht zerdrückt werden. Den fast fertigen Salat lassen wir nun mindestens 20 Minuten ziehen. Dazu kann man ihn kühl stellen und bitte abdecken. Nach dem Ziehen muss er nochmals mit Pfeffer, Salz, Essig und ggf. etwas Olivenöl abgeschmeckt werden, da die Kartoffeln gerne das Dressing aufsaugen. Das kommt aber stark auf die verwendeten Kartoffeln und die Kochzeit an. Je fester die Kartoffel noch ist, desto weniger nimmt sie das Dressing auf.

Unser „Insalata di patate con tonno“ ist fertig und kann serviert werden. Guten Appetit.

Über den Autor:Peter Dreuw