Warmer Kartoffelsalat mit Essig und Öl

Passend zur Grillsaison möchte ich euch meinen Lieblings-Kartoffelsalat vorstellen:

Diese Variante ist schön leicht und nicht zu mächtig. Außerdem ist er leicht zuzubereiten und macht nicht viel Arbeit. Man kann ihn sehr gut zum Grillen als Beilage servieren. Genauso kann man ihn auch als Hauptspeise zum Abendessen nutzen.

Bei uns gab es beispielsweise den Salat gestern Abend mit einem gemischten grünen Salat, etwas Ciabatta-Brot frisch aus dem Ofen, Taramas, Oliven und milden Peperoni. Ein absolut köstliches aber leichtes mediterranes Essen.

Die Menge ist absolut variabel – nehmt so viele Kartoffel, wie ihr braucht und erhöht die anderen Zutaten entsprechend. Ich gehe von folgender Menge aus:

  • 800g-1000g festkochende Kartoffel
  • 100g klein gewürfelter Speck
  • Eine kleine Zwiebel
  • Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver, Petersilie und Schnittlauch

Wer keinen Knoblauch mag, kann den Salat auch gerne ohne zubereiten. Auch so schmeckt der Salat sehr gut. Als Essig sollte kein Balsamico-Essig oder dunkler zum Einsatz kommen. Diese färben die Kartoffeln sehr unansehnlich. Ich nehme gerne Kräuteressig oder Weinessig. Als Geheimtipp kann man den leider recht teuren Himbeeressig bezeichnen. Als Öl nutze ich normales Sonnenblumenöl. Wer mag, kann etwas Olivenöl dazugeben. Ausschließlich mit Olivenöl zu arbeiten, ist nicht zu empfehlen, da die Kartoffeln den Geschmack sehr stark annehmen und verstärken. Daher fallen auch andere Öle mit starkem Eigengeschmack wie Rapsöl oder Wallnuss-Öl aus.

Die Kartoffeln werden geschält und in kleine Würfel geschnitten. Die Kantenlänge sollte so zwischen einem und zwei Zentimetern liegen. Anschließend kocht man die Kartoffeln in leicht gesalzenem Wasser. Wenn man die Kartoffeln vor dem Kochen schon in die richtige Größe bringt, hat man weniger Arbeit mit den heißen Kartoffeln und der Kochvorgang geht schneller. Das spart Zeit und Energie. Meine Frau schwört darauf, Kartoffeln für den Salat in Gemüsebouillon zu kochen. Das gibt noch ein wenig mehr Würze in die Kartoffel selbst.

Die Kartoffel sollten nach kurzer Kochzeit gar sein. Man schüttet das Wasser ab und lässt die Kartoffel in einem Sieb etwas auskühlen. Parallel kann man den Speck in wirklich kleine Würfel schneiden – gibt es beim Discounter hier vor Ort bereits fertig geschnitten. Die Würfelchen sollten so ein bis drei Millimeter Kantenlänge haben. Anschließend den Speck mit etwas Öl in einer beschichteten Pfanne anbraten. Da die Würfelchen recht klein sind, muss man vorsichtig sein, das sie nicht vollständig verbrennen. Die Zwiebel ebenfalls klein schneiden – die Stücke etwa doppelt so groß wie die Speckwürfel. Anschließend die Zwiebelstücke noch kurz zum Speck in die heiße Pfanne geben und leicht glasieren.

Speck, Zwiebel und Öl gibt man anschließend in die Schüssel, in der der Salat später seinen Platz finden wird. Man gibt noch Essig, etwas Salz und Pfeffer, Petersilie und Schnittlauch hinzu und rührt das Ganze um. Ein genaueres Abschmecken mit Essig und Öl ist erst später möglich.

Wenn die Kartoffel etwas abgekühlt sind, kommen sie mit in die Schüssel. Die Kartoffelstücke sollten etwa so heiß sein, dass man sie gut essen kann. Das Ganze vorsichtig umrühren und mit Essig, Öl, Salz, Pfeffer und Knoblauchpulver abschmecken. Wer kein Knoblauch mag, kann dies auch weglassen.

Der Salat sollte nun warm serviert werden und zügig auch gegessen werden. Für ein Buffet, Party oder bei einer längeren Grill-Session sollte man den Salat durch einen entsprechenden Untersatz warmhalten. Wenn er auskühlt, schmeckt er zwar noch, aber zum einen ist das besondere weg, zum anderen liegt er dann etwas schwerer, da die Kartoffel Essig und Öl aufsaugen.

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Über den Autor:Peter Dreuw

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